Chilli-Tinktur

Chillis sind der Inbegriff der Schärfe. Ihr Wirkstoff Capsaicin reizt die Schleimhäute und Geschmacksknospen schmerzhaft, was wir als scharfen Geschmack wahrnehmen.

In relativ hoher Konzentration wird auch normale Haut durch das Capsaicin gereizt und die Durchblutung gefördert, weshalb man Chilis äusserlich gegen Gelenkschmerzen, Hexenschuss und andere Probleme des Bewegungsapparat anwenden kann.

Das Capsaicin löst sich besonders gut in Alkohol. Daher bietet es sich an, eine Tinktur aus Chillis herzustellen.

Wegen der intensiven Schärfe sollte man so eine Tinktur aber nur verdünnt und nur mit wenigen Tropfen Chilli-Tinktur innerlich anwenden. Am besten probiert man es zunächst mit einem einzelnen Tropfen auf einen Esslöffel Wasser aus, und steigert dann allmählich, bis es scharf genug ist.

Je nach Chilli-Sorte kann eine Chilli-Tinktur sehr unterschiedlich scharf sein. Es gibt extrem scharfe Sorten, wie beispielsweise die berühmten Habanero oder auch die Jalapeno aus Mexiko. Kleine, spitze Chillis im normalen Handel kommen häufig aus Thailand und sind im vergleich zu den superscharfen Sorten zwar sehr mild, aber für europäische Gaumen dennoch kräftig scharf.

Die etwas grösseren Brüder der Chilis, die Pepperoni, wie sie in Italien genannt werden, sind vergleichsweise mild, aber häufig immer noch so scharf, dass einem beim Essen das Wasser in die Augen schiesst.

Anwendungsgebiete

  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsschwäche
  • Blähungen
  • Magenschwäche
  • wurmtreibend
  • Rheuma
  • Kreislauf anregend
  • Hautreizend
  • Muskelschmerzen
  • Muskelkater
  • Rückenschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Verspannungen
  • Zerrungen
  • Hexenschuss
  • Ischias
  • Gelenkschmerzen

Siehe auch:

Anwendungsweise

Innerlich

Soweit vom Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker nicht anders verordnet:
  • 2 bis 3 mal täglich 2 bis 10 Tropfen verdünnt einnehmen

Äusserlich

  • Pur oder verdünnt auftupfen
  • In Cremes

Siehe auch:

Zutaten

  • Chili-Früchte
  • Doppelkorn oder Weingeist

Anleitung

  1. Füllen Sie die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas.
  2. Lassen Sie noch etwa die Hälfte Platz im Glas.
  3. Giessen Sie Doppelkorn über die Kräuter, bis sie gut bedeckt sind.
  4. Verschliessen Sie das Glas.
  5. Lassen Sie die Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort ziehen.
  6. Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
  7. Nach der Wartezeit wird die Tinktur abgefiltert. Dazu eignet sich ein Kaffeefilter.
  8. Stülpen Sie den Kaffeefilter über ein zweites Glas.
  9. Giessen Sie die Tinktur durch den Kaffeefilter.
  10. Die fertige Tinktur tropft in das zweite Glas.
  11. Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
  12. Verschliessen Sie die Flasche.
  13. Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.
  14. An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Foto-Anleitung

Zerkleinern Sie die Kräuter.
Füllen Sie die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas.

Lassen Sie noch etwa die Hälfte Platz im Glas.

Giessen Sie Doppelkorn über die Kräuter, bis sie gut bedeckt sind.

Verschliessen Sie das Glas.

Lassen Sie die Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort ziehen.

Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.

Nach der Wartezeit wird die Tinktur abgefiltert.

Dazu eignet sich ein Kaffeefilter.

Stülpen Sie den Kaffeefilter über ein zweites Glas.

Giessen Sie die Tinktur durch den Kaffeefilter.

Die fertige Tinktur tropft in das zweite Glas.

Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
Verschliessen Sie die Flasche.

Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.

An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Disclaimer!
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Arztbesuch ersetzen.
Gehen Sie unbedingt zum Arzt, wenn Sie unklare oder heftige Gesundheitsbeschwerden haben.
Kinder, Alkoholkranke und Leberkranke sollten keine Tinkturen einnehmen.



































































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